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Messmethoden


Radarmessungen werden in Europa zumeist im K Band (= 24,125 GHz z.B. Traffipax, Speedcontrol, Mesta) und Ka Band (= 34,36 GHz Multanova) durchgeführt. Der Trend geht seit Jahren eindeutig zu diesen beiden Bändern. Alle von uns angebotenen Radarwarngeräte empfangen diese beiden Bänder. Zusätzlich gibts noch auslaufende X- u. Ku-Bänder, wie z.B. in Frankreich 9,90 GHz, in Holland, Ungarn oder England 13,45 GHz und in Scandinavien, Polen 10,525 GHz. Siehe auch internationale Frequenzen. Die Messung erfolgt auf den letzten 7 - 40 m. Radarstörer/-scrambler/-jammer funktionieren meist nicht! Also besser Hände weg! Sowas nur vom Fachmann kaufen.
Schutz: Radarwarner
portabel oder Festeinbau
Optional: Blackbox gegen Fehlalarme

Radarmessung
Lidar-Radar Messungen wie das Poliscan Speed sind moderne Laserscanner und der neueste Schrei der Messtechnik. Funktioniert ähnlich wie Radarmessungen, nur eben mit vielen gebündelten Laserstrahlen. Messung erfolgt auf den letzten 15 - 75 m. Bis zu 100 Fahrzeuge können gleichzeitig in einer Sekunde gemessen werden. (aktuell A5) Die Messgeräte können sowohl stationär als Starenkasten aufgebaut, als auch in mobile Messfahrzeuge der Polizei eingebaut oder als mobile Einheit als Dreibein am Strassenrand aufgebaut werden. Händler, die Lidar mit Laserpistolen verwechseln, wissen offensichtlich nicht viel über diese Messtechnik.
Schutz Mobile: Radarwarner portabel oder Festeinbau (per Laseralarm) oder Laserstörer
Schutz Stationäre: siehe Starenkästen u. Rotlichtampeln
Lichtschrankenmessungen wie die Drillingslichtschranke µP 80 sind auch sehr verbreitet, insbesondere in Süddeutschland, Hessen u. Sachsen. Nur in NRW sind wohl keine zu finden. Es gibt keine verlässlichen Warngeräte für diese Messungen. Auch die Lichtschranke selbst ist schwierig zu stören oder zu scannen. Die Funkverbindung zur Kamera ist der Schwachpunkt dieser Meßsysteme. Beweisfotos können so verhindert werden. Die Lichtschranke selbst arbeitet auf 670 nm, also im infraroten Bereich.
Schutz: Lichtschrankenstörer
Lichtschrankenmessung
Einseitensensor ES 1.0 und ES 3.0 oder auch Optospeed genannt, sind neu auf dem Markt und verbreitet sich immer mehr.Das Funktionsprinzip ist ein anderes, als bei herkömmlichen Lichtschranken. Optische Sensoren reagieren auf Helligkeitsunterschiede und werten diese Änderungen anschliessend aus. Hier wird also nichts ausgesendet, lediglich empfangen, nämlich Licht. Die Kamera wird entweder per Kabel (ES 3.0) oder wie bei den Lichtschrankenmessungen per Funk (ES 1.0) ausglöst.
Schutz: Lichtschrankenstörer (nur bei per Funk ausgelösten Kameras) Defuser
Starenkästen und Rotlichtampeln, die mit in der Fahrbahn eingelassenen Induktionsschleifen oder Piezosensoren arbeiten, senden ebenfalls keine Strahlung für Warngeräte aus. Da sie aber an feste Standorte gebunden sind, ergibt eine dauerhafte Erfassung dieser Messpunkte per GPS Koordinaten einen Sinn. Es gibt natürlich vornehmlich im Ausland auch Starenkästen die mit Radar arbeiten. Ein paar wenige auch in Deutschland.
Schutz: GPS-Warner und Navis mit entsprechender Software u. Blitzerdaten
Starenkasten
Laserpistolen Messungen sind ebenfalls in ganz Europa verbreitet. Die Dauer einer Messung beträgt ca. 0,3 bis 0,5 Sekunden. Mit einem Warngerät können Sie jedoch bei direkter Messung kaum noch Bremsen, sondern nur noch Abbiegen, Umdrehen oder andere Fahrzeuge passieren lassen. Bremsen ist bei einer direkten Messung fast unmöglich, es sei denn, man ist sehr reaktionsschnell. Neue Lasermessysteme z.B. die Riegl FG21P können ihre Messungen bis zu 1000 m durchführen. Laserwarner empfangen auch die Streustrahlung von vorausfahrenden oder folgenden Fahrzeugen, die gemessen wurden. Laserstörer verhindern gar eine Messung. Gegen die Riegl FG21P helfen allerdings nur ausgewählte Laserstörer, weil sie anders moduliert ist.
Schutz: Radarwarner portabel oder Festeinbau (per Laseralarm), Laserstörer
Lasermessung
Videonachfahrsysteme mit geeichtem Tacho wie das ProVida werden oft auf Autobahnen verwendet. Eine Massenabzocke ist mit dieser Messmethode jedoch nicht möglich. Nur einzelne Fahrzeuge können abkassiert werden. Um eine Geschwindigkeitsübertretung nachzuweisen, muss das Messfahrzeug eine längere Distanz von 400 - 500 m in gleichmässigem Abstand folgen. Wird also zwischenzeitlich stark beschleunigt oder abgebremst, kommt der Messtrupp in Schwierigkeiten. Bei anderen Verstössen, wie dichtes Auffahren, Ausblinken, Ausbremsen, rechts Überholen etc. reicht der einmalige Videobeweis. Man kann natürlich ein Auge gegen diese Fahrzeuge entwickeln ...
Schutz: derzeit nicht möglich
Videonachfahrsystem
Infrarotmessungen wie z.B. die Leica XV2 und Leivtec XV3 mit Videodokumentation funktionieren ähnlich wie Radarmessungen (Messung auf den letzten 43 - 50 m), nur eben auf einer anderen Wellenlänge im infraroten Lichtbereich. Herkömmliche Radarwarner oder Laserwarner u. Laserstörer funktionieren hier meist nicht, da die Laserfrequenzen nicht identisch sind!
Schutz: Infrarotstörer (auch ausgewählte u. getestete Radar- u. Laserwarner auf max. 250 m als Laseralarm - hier sofort in die Messung rein bremsen)
Infrarotmessung
Brückenabstandsmessungen werden häufig von Autobahnbrücken gemacht. Ganz nebenbei wird auch die Geschwindigkeit gemessen. Am rechten Standstreifen kann man alle 50 m weisse Striche erkennen. Diese dienen zur Beweissicherung, da die Striche von Hand vermessen wurden und somit als geeicht gelten. Auf der Brücke sind 2 Videokameras im Einsatz, eine für die Ferne und die zweite für die letzten 200 Meter. Um ein schönes Frontfoto vom Drängler zu machen, steht meist unmittelbar nach der Brücke noch eine zusätzliche Fotoeinheit. Den Abstand nicht eingehalten hat man, wenn man über eine Distanz von mind. 250 m zu dicht aufgefahren ist. Mit einem geeigneten Warngerät erhält man einige hundert Meter vor der Brücke einen Laseralarm. Warum das der Fall ist, habe ich noch nicht ausreichend klären können, nehme aber an, dass bei den Kameras Infrarot mit im Spiel ist. Dass es aber so ist, konnte ich mehrfach mit versch. Geräten wie Escort, Valentine usw. testen. Man sollte dann sofort in die Messung hinein bremsen, dann gibts auch keine Post von der Bussgeldstelle.
Schutz: Radar- u. Laserwarner portabel oder Festeinbau

Empfohlene Einbaupositionen:

1 portable Radarwarner u. Laserwarner - unter Sonnenblende, über Rückspiegel oder auf Konsole (freie Sicht für Laser!)
2 Festeinbau Radarempfänger - hinter Plastikstoßstange oder Kühlergrill (kein Metall!)
3 Festeinbau Laserempfänger - am Rückspiegel oder hinter Kühlergrill (freie Sicht für Laser!)
4 Festeinbau Laserwarner u. Laserstörer - in Stoßstange (Aussparung) oder Kühlergrill (Mindestabstand + freie Sicht für Laser!)
5 Lichtschrankenschutz - auf Konsole oder hinter Kühlergrill/Stoßstange (kein Metall!)
6 GPS Locator - auf Konsole oder versteckt im Fahrgastraum (GPS Empfang)
7 Infrarotstörer - wie Laserstörer oder Laserwarner
8 Defuser - seitliche Blinker oder Seitenscheibe zur rechten Fahrbahnseite
9 Videokamera Locator - hinterer rechter Fahrgastraumbereich
optional: Blackbox gegen Fehlalarme - wie Radarwarner portabel oder Festeinbau

Ein ideal geschütztes Fahrzeug sollte dann ungefähr so aussehen. Je nach Fahrzeugtyp gibts natürlich Abweichungen.

Untitled Document Letztes Update: Freitag, den 03.09.2010